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Hier ist der Kunde noch König und Service kein Fremdwort

In Sichtweite einer bekannten Brauerei hat ein bemerkenswertes Familienunternehmen in Bitburg seinen Sitz, das seit Jahrzehnten zuverlässig Neu- und Gebrauchtmaschinen für die Holzbearbeitung liefert. Auch ins Saarland. Hier betreut die Epper GmbH rund 300 Kunden. In diesem Jahr steht das 90-jährige Firmenjubiläum an.

 

Bildnachweise: HKH Saar, Epper, inplan-media

Das Werbegeschenk für die Kunden ist schon mal top und wahrlich originell: Ein gut funktionierender Flaschenöffner versteckt im Bauch einer Stubbiflasche, wie sie die Bitburger- Brauerei hier um die Ecke weltweit verkauft, allerdings gedrechselt aus feinstem Vollholz und mit eingelasertem Firmenlogo. Macht etwas daher, da jede Flasche ein Unikat. Ganz so, wie es einem Schreiner-Zulieferer gut zu Gesicht steht. Ja, die Feier zum 90-jährigen Firmenjubiläum im Herbst kann steigen, denn die Geschäfte der Epper GmbH brummen und die Stimmung ist erkennbar gut. Corona zum Trotz! Ein Familienunternehmen mit langer Tradition versteckt sich hier im Bitburger Industriebgebiet „Auf Merlick“ und glänzt klar durch seine inneren Werte. Und das sind eine geräumige und lichtdurchflutete Ausstellungshalle mit beachtlichem Maschinenpark und eine stets freundliche und zuvorkommende Belegschaft, die dem Unternehmen teils seit Jahrzehnten die Treue hält. Oberster Trumpf ist aber der Servicegedanke, der bei Epper eben nicht nur im Gedankenstatus verharrt, sondern als Firmenmaxime gelebt wird und so nachhaltigen Erfolg bringt.

Momentan ist es theoretisch schwer, Maschinen zu verkaufen. Wegen der gestörten Lieferketten und der teils absurd langen Lieferzeiten. Da ist eine vorausschauende Lagerhaltung mitunter Gold wert, wie Frank Thiex erzählt. Der studierte Betriebswirt und gelernte Elektro- und Maschinenbaumeister nennt die Situation „grauenhaft“. So habe die bei Schreinern sehr beliebte Festool Rotex Handschleifmaschine im Wert von rund 600 Euro eine vom Hersteller anvisierte Lieferzeit im August. Da nützt es auch wenig, wenn die Firma Epper einen Fullservice-Wartungsvertrag inklusive Diebstahlversicherung mit anbietet, wenn das Teil nicht lieferbar ist. „Zum Glück haben wir noch einige Exemplare auf Lager, dann ist der Frust bei den Kunden nicht ganz so groß.“ Auch bei größeren Holzbearbeitungsmaschinen sind acht bis neun Monate Lieferzeit derzeit eher die Regel denn die Ausnahme, wenn man dem „leidenschaftlichen Verkäufer“ (O-Ton) Frank Thiex Glauben schenken mag.

Ihm ist zu glauben, auch wenn er sagt: „Ich muss raus zu den Kunden, sonst werden alle verrückt hier drin.“ Der das sagt, nennt seine Kunden vielfach Freunde, was nicht zuletzt auf seine mitreißende und gewinnende Art zurückzuführen ist. Man merkt schnell, der Mann weiß, von was er redet. Und er redet meist und mit viel Liebe zum Detail über Maschinen, deren Vorzüge Ecken und Kanten in Form zu bringen oder was sie bei Epper in punkto Digitalisierung noch so alles vorhaben. Vieles klappt schon jetzt, etwa wenn die Frage „Wieviel Kunden haben Sie denn im Saarland?“ nach nicht mal einer Minute mit „899“ beantwortet wird. Man hält Ordnung und weiß deshalb auch, dass davon rund 300 als aktive Kunden zu bewerten sind.

Dazu gehören neben den meisten Schreinereien und Zimmereibetrieben auch Kunden, die sich Dillinger Hütte oder Saarstahl nennen. Auch namhafte Behinderten- Werkstätten oder die Justizvollzugsanstalt in Ottweiler werden in der Kundenkartei geführt.

Auch Maschinenhersteller Martin aus Bayern, der in diesem Jahr 100. Geburtstag feiert, steht auf der exklusiven Vertriebsliste von Epper. „Seit mehr als 40 Jahren“, wie Frank Thiex erwähnt. Der 49-Jährige ist übrigens mächtig stolz, dass sein Sohn Kevin sich für eine berufliche Perspektive im Familienunternehmen entschieden hat. Der 23-jährige bringt als Schreinermeister und technischer Betriebswirt alle Voraussetzungen mit, um den Betrieb noch weiter voranzubringen. Und das will er, wie er unumwunden zugibt. Man wolle wachsen, eine weitere Halle bauen und auch in die Digitalisierung des Betriebes investieren. Außerdem soll sich auch das Portfolio erweitern: „Wir bieten zukünftig auch Maschinen zur Metallverarbeitung an, denn viele Schreinereien fragen vermehrt danach.

“Nicht ohne ein zufriedenes Lächeln im Gesicht vernimmt Sonja Thiex (49), geborene Epper, die Zukunftspläne ihres Sohnes und verrät auch, dass Tochter Sarina (17) das Wirtschaftsgymnasium besucht, um später ebenfalls in den Betrieb einsteigen zu können. Die gelernte Bankkauffrau führt die kaufmännischen Geschäfte und hält sich nach eigenem Bekunden aus dem Technikbereich raus. Der ist auch mit Frank und Kevin Thiex extrem gut besetzt, wie es scheint. Auch im Außendienst ist Epper durch Frank Thiex und Sven Pauly vor Ort bei den Kunden im Saarland stark aufgestellt. Wie überhaupt die Kontinuität in der 14-köpfigen Belegschaft. Darauf hält sich die Familie einiges zugute. Bis zur geplanten Haus- und Firmenjubiläumsmesse vom 7. bis 9. Oktober sind am Firmensitz noch einige Verschönerungsarbeiten geplant, wie Sonja Thiex in Aussicht stellt. Die Enkelin des Firmengründers Heinrich Okken möchte schon zur Jahreshauptversammlung der Gewema AG im Frühjahr, die in den Räumlichkeiten von Epper stattfinden soll, der Farbgestaltung des Showrroms einen moderneren Anstrich geben. In der Gewema AG sind aktuell 37 namhafte Handelsunternehmen in Deutschland und vielen europäischen Ländern zu einer der leistungsfähigsten Händlerkooperation im europäischen Markt zusammengewachsen. Die Epper GmbH, welche zu den Gründungsmitgliedern der Gewema AG zählt, engagiert sich in Person von Frank Thiex auch heute noch für den Einkaufsverbund.

 

Mehr Infos und Kontakt:

Epper GmbH

Geschäftsführung Sonja Thiex und Frank Thiex

Südring 37, 54634 Bitburg

Telefon: 06561-95160

E-Mail: infoepper-maschinen.REMOVE-THIS.de

Internet: www.epper-maschinen.de