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Optimierungspotenziale für den eigenen Betrieb

Bei steigenden Energiekosten werden Handwerksbetriebe aktuell durch die „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ (MIE) unterstützt.

Bildnachweis:HWK Saarland / Jennifer Weyland

Man schaut auf die Jahresabrechnung seiner Energieversorger, bekommt wieder ein Schreiben über eine Tariferhöhung oder hat gerade seinen Diesel betankt und musste dafür mehr als zwei Euro pro Liter zahlen: Energiepreiserhöhungen wo man hinblickt und scheinbar kein Ende in Sicht. Die Politik ist gefragt und muss Mittel und Wege finden, hier Abhilfe zu schaffen. Unklar bleibt allerdings, ob die zukünftigen Maßnahmen im handwerklichen Mittelstand ankommen.

Mehr denn je sind Handwerksbetriebe gut beraten, wenn sie selbst tätig werden, sich den aktuellen Herausforderungen stellen und damit beginnen, die Energiewende im eigenen Unternehmen umzusetzen: Es gilt, die Optimierungspotenziale aufzudecken, die betrieblichen Energiekosten zu senken und sich möglicherweise auch von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas unabhängiger zu machen.

An dieser Stelle setzt die MIE an: Die durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und das Bundeswirtschaftsministerium getragene Initiative unterstützt seit 2013 Handwerksunternehmen in Sachen Energieeffizienz. Das Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum der Handwerkskammer des Saarlandes koordiniert diese Aktivitäten bundesweit und bietet viele kostenlose Unterstützungsleistungen.

Orientierende Beratungen:

Wie ist mein Betrieb aufgestellt? Wo kann ich optimieren? Welche Effizienzmaßnahmen machen bei mir Sinn und gibt es staatliche Unterstützung? Diese und weitere Fragen lassen sich vor Ort im eigenen Betrieb mit einem Berater des Umweltzentrums besprechen. Gemeinsam kann so eine Strategie für die Optimierung erarbeitet werden.

Das Energiebuch/E-Tool:

Die Grundvoraussetzung für die Einschätzung eines Betriebes im Hinblick auf seine Verbräuche (Strom, Kraftstoffe, Wärmebereitstellung) und potenzielle Verbesserungsmaßnahmen ist eine Energiebilanz. Diese sollte die Verbräuche ebenso wie die damit einhergehenden Kosten erfassen und visualisieren. Im Rahmen der MIE wurde mit dem E-Tool-Webportal www. energie-tool. de eine kostenfreie und auf das Handwerk abgestimmte digitale Lösung geschaffen, mit der sich eine solche Energiebilanz schnell und intuitiv erstellen lässt. Das E-Tool erlaubt individuelle Auswertungen zu energieträgerbezogenen Verbräuchen und CO2-Emissionen sowie die Darstellung von Kennzahlen zur Einordnung. Das Tool ermöglicht zudem eine einfache Datenerfassung und stellt den Nutzern verschiedene Zusatzmodule für die praktische Alltagsarbeit zur Verfügung.

Leitfaden Energieeffizienz:

Das webbasierte Wissensportal www. energieeffizienz-handwerk. de bietet umfangreiche Informationen zu den typischen Energieverbrauchern, Einsparpotenzialen und zahlreiche Verbesserungsvorschläge im Hinblick auf die betriebliche Energieeffizienz. Der Zugang über die Rubrik „Gewerke“ ermöglicht den direkten Einstieg in sieben besonders energieintensive Gewerke des Handwerks, darunter auch das Schreiner-Handwerk. Ergänzend zu diesem gewerkspezifischen Teil wurden aber auch Themen aufbereitet, die für nahezu alle Betriebe von Interesse sind, zum Beispiel Beleuchtung, Druckluft oder Gebäudehülle. Speziell für Schreiner finden sich im Webleitfaden einige zusätzliche Hilfsmittel.

Steckbrief „Die energieeffiziente Tischlerwerkstatt“:

Dieser zeigt kurz und knapp die wichtigsten Energieverbraucher des Gewerkes, die ungefähren Einsparpotenziale und auch den Weg zu Effizienzmaßnahmen, also die Möglichkeit, vorhandene Einsparpotenziale umzusetzen.

Webinar und Kurzfilm zur energieeffizienten Tischlerei:

Wo der siebenminütige Film sich auf die wichtigsten Aspekte konzentriert, geht das 25 Minuten dauernde Webinar noch etwas intensiver auf die möglichen Einsparmaßnahmen in der Schreinerei ein.

Modellbetriebe aus dem Tischler- Handwerk:

Modellbetriebe haben in Sachen Energieeffizienz im eigenen Unternehmen bereits einige Schritte getan und zeigen an Beispielen nun Gewerkskollegen, wie man Effizienzmaßnahmen sinnvoll umsetzen kann. Auf der Leitfaden-Startseite zeigt eine Online-Karte alle bundesweiten Modellbetriebe inklusive Kontaktdaten und umgesetzten Maßnahmen.

Die beschriebenen Werkzeuge der MIE stehen allen Betrieben kostenlos zur Nachnutzung zur Verfügung. Wer Interesse an einer orientierenden Beratung im eigenen Betrieb hat, sollte sich an das Umweltzentrum der Handwerkskammer wenden und einen Vor- Ort-Termin vereinbaren.

Mehr Infos und Kontakt:

Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum, Marcel Quinten

Telefon: 0681-5809-264

E-Mail: m.quintenhwk-saarland.REMOVE-THIS.de

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