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Hauchdünner Vorsprung für Saarlands Schreiner- Superstar 2021

David Harfi macht das Rennen unter den Junggesellen und strebt eine große Schreinerkarriere an. Joshua Fischer und Christoph Braun erreichen ebenfalls 87 von 100 Punkten, Nachkommastellen müssen entscheiden.

Bildnachweis: Seeber

Boah, ist das ärgerlich für die unterlegenen Zwei. Joshua Fischer (21) und Christoph Braun (21) waren wirklich (fast) genauso gut, wie der Sieger, aber es kann eben nur einen geben, der das Saarland beim Bundesleistungswettbewerb vertritt. Und so mussten mikroskopisch kleine Nachkommerstellen entscheiden, dass David Harfi (22) sich Saarlands Schreiner-Superstar 2021 nennen darf. Der 22-jährige Saarbrücker, der bei Sander Interieur in Saarbrücken sein Fachwissen bekommen hat, war außer sich vor Freude, ja richtig happy, als ihn die Fachjury zum Gewinner des praktischen Leistungswettbewerbs der Junggesellen gekürt hat. Landesausbildungswart Peter Dincher und seine vier Mitjuroren Raphael Haas, Lukas Löhnig, David Hartmann und Karl Friedrich Hodapp hatten die Qual der Wahl, den wahren Sieger zu finden.

Elf geladene Jung-Schreiner hatten zuvor sechseinhalb Stunden Zeit, im niegelnagelneuen Bankraum der Schreinerlehrwerkstatt in Von der Heydt den Entwurf ihres Ausbildungsmeisters Lukas Löhnig nachzubauen: eine Schmuckschatulle in Eiche mit einem schiebbaren Escheholz-Deckel mit besonderen Schwierigkeitsgraden bei offener Zinkung und den möglichst gleichmäßigen Rundungen.

Ihre Werkstücke pünktlich abzuliefern haben schließlich alle geschafft und ein pauschales Sonderlob der Jury bekommen: „So gut waren die Kandidaten schon seit vielen Jahren nicht mehr.“ Das kann sich hören lassen, auch wenn die übrigen Teilnehmer Fayez Abd Alhafiz (29), René Becker (26), Florian Bommel (23), Jan Lis (21), David Müller (25), Jan Niklas Schmidt (25), Sven Theobald (20) und Peter Vogelgesang (26) ohne Platzierung und Preise nach Hause fahren mussten, die Teilnahme war nicht umsonst, denn es war zu sehen, dass es ihnen Spaß gemacht hat. Und was hat Hauchdünn-Sieger David Harfi jetzt vor – mit seiner Siegerurkunde und der damit auch verbundenen Begabtenförderung von 7.000 Euro? „Ich werde Handwerksdesign in Aachen studieren und kann mir vorstellen, danach eine eigene Schreinerwerkstatt im Saarland zu gründen. Das hört sicher nicht nur die Jury gerne. Und die knapp Unterlegenen? Christoph Braun war zwar enttäuscht, konnte sich aber über seelische und moralische Unterstützung freuen: Freundin Karolin Grub und Mutter Ellen Braun waren gekommen, um ihrem ganz persönlichen Sieger zu gratulieren.