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Helfen als Hobby, denn Kinder haben keine Lobby

Wally und Uwe Schorr aus Illingen-Hirzweiler können nicht nur Fußböden, ihre Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit ist es, Menschen in Not zu unterstützen – mit dem Verkauf von selbst hergestellten Sachen.

Bildnachweise: Fußbodentechnik Uwe Schorr

Mehr als beeindruckt verlässt der Gast die Räumlichkeiten des Wohnhandwerker- Betriebs Fußbodentechnik Uwe Schorr im Illinger Ortsteil Hirzweiler, denn was die Eheleute Wally und Uwe Schorr hier neben dem Kerngeschäft organisieren, ist aller Ehren wert: Seit nunmehr zehn Jahren ist Helfen ihr Hobby. Und es kommt an, was sie machen. Gut 35.000 Euro haben sie mittlerweile gesammelt und an wohltätige Organisationen weitergeleitet. Meist waren es Kinder in Not, die unterstützt wurden, aber auch mal ein Tierheim oder wie jetzt aktuell die Menschen im Ahrtal, die mitunter alles verloren haben beim alles verschlingenden Jahrhunderthochwasser im Sommer.

Aber wie darf man sich das Engagement konkret vorstellen? Ganz einfach, während der üblichen Öffnungszeiten des Ladenlokals, also Montag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 17 Uhr sowie mittwochs von 9 bis 12.30 Uhr, verkaufen die Schorrs ausschließlich selbst hergestellte Leckereien und Kostbarkeiten für den von ihnen ausgewählten guten Zweck. Selbst hergestellt sind etwa die getrockneten Pilze, die portionsweise in Gläsern angeboten werden: „Für die Steinpilze fahren wir bis in den Hochwald, wenn es sein muss“, sagt Uwe Schorr und verrät, dass schon sein Großvater leidenschaftlicher Pilzsammler war: „Es ist wie eine Sucht.“ Die gefundenen Prachtexemplare – da kann schon mal ein Kaventsmann von 1,2 Kilogramm im Sammelkorb landen – werden dann zerkleinert, in einem extra angeschafften Dörrautomat in den gewünschten Aggregatzustand gebracht und in handliche Gläser gefüllt. Gekennzeichnet natürlich mit einem eigens entworfenen Etikett Marke Eigenbau.

Dann haben sie formschöne Kerzen in allen möglichen Größen im Angebot, die Wally Schorr aus gesammelten Kerzenresten und übrig gebliebenem Bohnerwachs neu modelliert. Auch selbst hergestellte Seifen, Essig, Marmelade, Gewürze, Gebäck und Ansatzliköre (20 Sorten) werden im karitativen Interesse hergestellt und an eine stetig wachsende Zahl von Interessenten abgegeben, die dafür eine Spende in ein eigens dafür vorgesehenes Riesenglas geben.

Aber ganz grundsätzlich, wie kommen hart arbeitende Wohnhandwerker auf die Idee, ihre kostbare Freizeit fast ausschließlich in den Dienst notleidender Menschen zu stellen? „Ja, wir werden häufig gefragt, warum wir das machen“, sagt Uwe Schorr und verblüfft mit einer ebenso einfachen wie einleuchtenden Antwort: „Weil es Spaß macht.“ Man glaubt ihm und seiner Frau sofort, denn bekanntlich schlägt nichts so stark wie das Herz eines Freiwilligen.

Angefangen hat alles vor zehn Jahren mit der Idee, armen Kindern zu helfen, denn Wally Schorr hat selbst 15 Jahre lang in der Kinderklinik Kohlhof gearbeitet und weiß, wieviel „Not und Elend Kinder in unserem reichen Land erleiden müssen“. Da mussten sie einfach handeln, gibt die 59-Jährige zu verstehen und sagt einen Satz, der uns allen zu denken geben sollte: „Kinder haben keine Lobby.“ Nur konsequent, dass die Aktion in Anlehnung an das saarlandweit bekannte Kerngeschäft „Fußbodentechnik Uwe Schorr“ mit seinen 13 Mitarbeitern „Ein Boden für Kinder“ getauft wurde. Auch krebskranke und herzkranke Kinder sind mit den Jahren mit Spenden der Schorrs bedacht worden. Waren es in den vergangenen Jahren immer nur eine Aktion für die gesammelt und gespendet wurde, sind es in diesem Jahr gleich drei: Da wäre die Unterstützung für „Sternenkinder und ihre Angehörigen“ mit einem Grabfeld für Sternenkinder. Im Saarland gibt es bisher nur wenige Möglichkeiten, Kinder aus Fehl- oder Totgeburten mit weniger als 500 Gramm zu bestatten. Dies ist bisher noch keine gesetzliche Pflicht, aber für viele Eltern eine große Hilfe bei der Bewältigung eines solchen Schicksalsschlags. In Zusammenarbeit mit der Marienhausklinik St. Josef in Kohlhof besteht die Möglichkeit, die Föten kremieren und die Asche in Sammelurnen im November eines jeden Jahres auf dem Illinger Friedhof beisetzen zu lassen.

Wurde bislang ausschließlich im Saarland gespendet, haben die Schorrs in diesem Jahr den Radius stark erweitert, indem sie Geld für eine groß angelegte Baumpflanzaktion spenden – bislang sind 2.500 Euro zusammengekommen. Die unterstützte Organisation Plantfor- the-Planet pflanzt Bäume im afrikanischen Namibia, denn die faszinierende Landschaft dort muss vor dem drohenden Schicksal der Verwüstung bewahrt werden. Wichtig: Dort werden Schüler und Kindergartenkinder in den Pflanzprozess eingebunden und lernen so ihre Umwelt zu schützen. Insgesamt konnte Plant-for-the-Planet inzwischen 50.000 Bäume in Namibia aufforsten.

Dann wäre dann noch das geschundene Ahrtal, dem die Familie Schorr Hilfe zukommen lässt. Dort will man nicht nur mit Geld helfen, sondern hat sich mit großem Transporter voller Sachspenden ins von der Flut verwüstete Ahrtal aufgemacht, um dort den Menschen zu helfen, die zum Teil alle Habseligkeiten durch die Wassermassen verloren haben. Wohl denen, die solch eine Energie für karitative Zwecke aufbringen können.

Mehr Infos und Kontakt:

Fußbodentechnik Uwe Schorr

In der Au 8, 66557 Illingen-Hirzweiler

Telefon: 06825-499508

E-Mail: infofussbodentechnik-schorr.REMOVE-THIS.de

Internet: www.fussbodentechnik-schorr.de

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